In diesem Blogbeitrag erfahrt Ihr, wie Ihr durch die Anzeigenschaltung in Microsoft Advertising bestmögliche Erfolge erzielen könnt. Dafür hat das Lemundo-Team seine SEA-Erfahrungen in diesem Kanal gesammelt und thematisiert wichtige Insights.

Zunächst folgt eine kurze Einführung in die Bedeutung von Microsoft Advertising.

Seit der Gründung von Bing Ads im Jahre 2009 ist der Marktanteil auf 23,2% gestiegen. Dies betrifft sämtliche Suchanfragen auf Desktopcomputern in Deutschland. Monatlich werden circa 361 Millionen Anfragen über das Bing-Netzwerk generiert. Stetiger Wandel und Fortschritt beschreiben den Werbekanal. 

Nachdem Google Adwords vor einiger Zeit zu Google Ads wurde, erfolgte im April dieses Jahres die Umbenennung von Bing Ads zu Microsoft Advertising, um die Aktualität zu verdeutlichen und die wachsende Zielgruppe zu symbolisieren. Künstliche Intelligenz spielt auch hier eine immer größer werdende Rolle.

Gründe für Microsoft Advertising

Durch die Verwendung des Bing-Netzwerks als Werbekanal können neue Zielgruppenpotenziale geschaffen werden. Microsoft Advertising zieht große Vorteile daraus, dass Nutzer, die sich ein Microsoft-Gerät kaufen, oftmals die vorinstallierte Standard-Suchmaschine verwenden. Zusätzlich nutzt die künstliche Intelligenz “Cortana” (Sprachsuche) ausschließlich Bing als Suchmaschine.

Für Werbetreibende, die bereits Google Ads nutzen, ist die zusätzliche Integration von Microsoft Advertising als Werbekanal nicht schwer. Die Kampagnen lassen sich schnell und einfach von Google Ads zu Microsoft Advertising importieren und anschließend modifizieren. Dafür gibt es in Microsoft Advertising eine Registerkarte “Kampagnen importieren”. 

Die Interfaces von Google Ads und Microsoft Advertising sind sehr ähnlich aufgebaut, sodass ein schnelles Zurechtfinden gewährleistet ist. Vorsicht bei dem Import ist dennoch geboten. Nach der Integration der Kampagnen ist es essentiell, häufige Fehlerquellen noch einmal zu überprüfen. Hierzu zählt beispielsweise die Kontrolle der Gebotsstrategien, da Microsoft Advertising ein schmaleres Spektrum an Auswahlmöglichkeiten bietet. Zur Zeit verfügbare Gebotsstrategien sind:

  • manuelle Gebote
  • erweiterte (auto-optimierte) CPC-Anpassungen
  • Klicks maximieren
  • Abschlüsse maximieren
  • Ziel-CPA

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass Remarketing-Listen nicht importiert werden. Diese können bei Bedarf in Microsoft Advertising neu erstellt werden. Ein Großteil der Funktionen von Google Ads, wie Gebotsanpassungen auf Standorte, Zeiten und Geräte befinden sich auch in Microsoft Advertising.

Microsoft Advertising erleichtert den Einstieg ins Marketing zusätzlich durch verschiedene Online-Schulungskurse. Diese umfassen Grundlagen des Suchmaschinenmarketings, wie beispielsweise die Erstellung von Kampagnen und die Optimierung des Budgets. Nach Absolvierung dieser Kurse kann eine kostenlose Prüfung zum Bing Ads Accredited Professional abgelegt werden. Bei erfolgreichem Bestehen stehen den Mitgliedern diverse Vorteile zur Verfügung. Diese umfassen z. B. ein offizielles Zertifikat, die Möglichkeit das Accredited Professional-Logo zu verwenden und eine Listung im Mitgliederverzeichnis. Bei weiteren Fragen kann außerdem der Microsoft Advertising Support kontaktiert und das Forum der Microsoft Advertising Community genutzt werden.

Unterschiede zwischen Microsoft Advertising und Google Ads

Neben den offensichtlichen Ähnlichkeiten in der Erstellung von Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigen, bestehen auch diverse Unterschiede zwischen Google und Bing. Ein großer Vorteil von Microsoft Advertising liegt in den günstigeren Klickpreisen (CPC). Durch den kleineren Markt und dementsprechend einer geringeren Konkurrenz sind die Anzeigen leichter auf einer hohen Position zu platzieren. Dem kommt außerdem zugute, dass die Anzeigen von Microsoft Advertising optisch nicht so auffällig gestaltet sind wie jene von Google Ads und daher nicht so schnell durch den Kunden als Werbung erkannt werden.

Anzeigenausspielung bei Google

 Anzeigenausspielung bei Bing

Bewähren sich neue Funktionen bei Google Ads, werden diese häufig einige Zeit später auch bei Microsoft Advertising unter einem anderen Namen eingeführt. In nachstehender Tabelle befinden sich Beispiele für verschiedene Begriffe, hinter denen das Gleiche steht.

Microsoft Advertising

Katalog

Labels

Mengenbearbeitung 

Abschlussziel

UET Tag

Google Ads

Shopping Feed

Bezeichnungen

Bulk Vorgang

Conversion Aktion

Conversion Tag

Ein weiterer Unterschied besteht in der Bezeichnung der Keyword-Optionen. Die “genau passende” Variante bei Google Ads entspricht “genau” bei Microsoft Advertising, die “passende Wortgruppe” entspricht dem “Ausdruck” und die “weitgehend passenden” Keywords werden in Microsoft Advertising als “weit” definiert.

Ähnlich wie es für Google Ads den Google Ads Editor gibt, existiert für Microsoft Advertising der Microsoft Advertising Editor, der die Kampagnenbearbeitung offline vereinfacht. Konten können schnell und einfach heruntergeladen werden, um diverse Einstellungen vorzunehmen und den Account im Anschluss wieder zu veröffentlichen.

Ein Nachteil von Microsoft Advertising ist die fehlende Möglichkeit, Display-Anzeigen auszuspielen. Im Gegenzug funktionieren Shopping-Kampagnen wie in Google Ads. Durch die Integration des Merchant Centers direkt ins Interface wird die Kontrolle und Bearbeitung des Katalogs vereinfacht. 

Best Practices

Analog zu Google Ads, ist es auch bei Microsoft Advertising essentiell, die Performance kontinuierlich im Blick zu behalten, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Besteht bereits ein Google Ads Account, aus dem die Kampagnen zu Microsoft Advertising importiert werden, ist der erste wichtige Schritt die Kontrolle der Kampagnen nach dem Import, um Fehler aufzudecken. Trotz der Ähnlichkeiten zwischen Google und Bing sollten die Kampagnen in Microsoft Advertising eigens optimiert werden, da sich die Zielgruppe voneinander unterscheidet. Eine separate Betrachtung der Performance auf verschiedenen Marktplätzen verspricht deutlich bessere Ergebnisse. Eine gute Möglichkeit zur Bearbeitung des Accounts wird durch Tools, wie den Microsoft Advertising Editor geboten.

Neuigkeiten bei Microsoft Advertising

Auch Microsoft Advertising setzt auf Fortschritt. Im Folgenden werden die wichtigsten Neuerungen der letzten Monate kurz vorgestellt. Ganz aktuell besteht seit Juli die Möglichkeit, durch Experimente verschiedene Änderungen an Kampagnen gegeneinander zu testen. Dadurch muss keine vollständige Umstellung der alten Kampagne erfolgen. Den Werbetreibenden, die Google Ads nutzen, sollte diese Funktion unter dem Namen “Tests” bekannt vorkommen.

Im Juni ist durch ein neues Benachrichtigungssymbol in Glockenform sichergestellt worden, dass wichtige Nachrichten nicht übersehen werden. Außerdem wurden die alten Empfehlungen durch eine neue Registerkarte ersetzt. Hierunter lassen sich zum Beispiel Optimierungen für Gebote finden, die durch künstliche Intelligenz ermittelt wurden, um die Performance der Kampagnen zu steigern.

Fazit: Microsoft Advertising oder Google Ads?

Auch wenn Google den deutlich größeren Marktanteil hat, sollte Microsoft Advertising nicht außen vor gelassen werden. Immerhin ergibt sich die Chance, mit relativ geringem Aufwand neue Kundengruppen für Euer Unternehmen zu erreichen. Microsoft Advertising erfreut sich seit langem an steigender Beliebtheit. Sicherlich ist Microsoft Advertising keine Alternative zu Google Ads, aber eine gute Zusatzoption, die zumindest einmal getestet werden sollte. Insbesondere in Märkten wie den USA lohnt sich der Einsatz, da hier der Marktanteil von Bing besonders hoch ist.

Letztendlich ist die einzige Konstante im Online Marketing Veränderung, also seid bereit, neue Wege einzuschlagen.