Am 2.11.2017 machten wir uns auf die Reise in Richtung Hannover um am SEACamp in Hannover teilzunehmen. 180 SEAs und PPCs kamen hier zusammen, um über die aktuellen Themen im Bereich von Google Adwords und Co. zu diskutieren.

Barcamp – so funktionierts‘

Das SEACamp funktioniert nach dem Barcamp-Prinzip. Dabei haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, sich als Referent zu bewerben. Vor der Veranstaltung werden Themen auf der Website eingereicht, die dann mit dem Beginn des Camps von den Teilnehmern ausgewählt und priorisiert werden. Anschließend finden in drei Räumen parallel die Vorträge und Diskussionen statt. Üblicherweise 30 Minuten mit anschließender Diskussions- und Fragerunde. Zwischen den Veranstaltungen bleiben 10 Minutenwechselzeit. Zusätzlich gibt es zwei große Pausen für Mittag und Kaffee zum Networken.

SEA CAMP - Agile Barcamp Planung
 

Für wen eignet sich das SEACamp in Hannover?

Obwohl die Vortragsthemen in drei Klassen zwischen Einsteiger, Fortgeschrittenen und Experten eingeteilt werden, ist ein gesundes Grundwissen die Basis-Voraussetzung für eine spannende Teilnahme. Für SEA-Agenturen und Shop-Betreiber ist es fast eine Pflichtveranstaltung – für kleine Adwords-Account-Nutzer hingegen zu spezialisiert, da sich in den einzelnen Sessions eher in der Tiefe über die großen Herausforderungen unterhalten wird.

Sessions im SEA-Camp Hannover

Dieses Jahr überwog eindeutig der Themenschwerpunkt Google Shopping mit der Herausforderungen der Feed-Optimierung sowie der idealen Steuerung innerhalb von Adwords. Ich habe eine kleine Themenübersicht erstellt, um die Bereiche etwas zu clustern:

  • Google Shopping: 7 Sessions
  • Google Adwords: 4 Sessions
  • Google Adwords Internationalisierung & Automatisierung: 2 Sessions
  • Google Adwords Anzeigenerweiterungen: 1 Session
  • Google Adwords Scripts: 1 Session – danke an Thomas Grübel für die Hands-On-Einblicke
  • Google Tag Manager: 1 Session
  • Attribution: 1 Session
  • Call-Tracking: 1 Session
  • Amazon: 1 Session – jedoch leider ausgefallen

 

Google-Adwords-Account-Strukturen & Aufbau

Es wurden drei unterschiedliche Ansätze vorgestellt. Eva Brachat vom Def-Shop gab uns Einblicke in Ihre MCC und Google Adwords-Account-Struktur. Diese wird ganzheitlich per API im Shop-Backend gebildet. Hierfür hatte sie in dem ca. einjährigen Projekt über mehrere Mannmonate einen Entwickler zur Hand, mit dem sie die Vollautomatisierung des Accounts aufbaute, so dass heute die Anzeigen und Kampagnen automatisch an- und ausgestellt werden.

Philipp Mainka von Sixt berichtete über die Herausforderungen von Ziel- und Quellmärkten, um effizient international Adwords-Kampagnen steuern zu können. Insbesondere die Vorstellung von der Google Cloud Platform Big-Query gab gute Inspirationen zur Beschleunigten Analyse, um große Datenmengen in wenigen Sekunden analysieren zu können.

Judith Rogl stellte ihren Ansatz zur AdWords Anzeigen-Erstellung des Midtails vor, bei dem auf Basis des Google Shopping-Feeds und mit Hilfe von Aggregatoren und Adwords Scripts automatisch Anzeigen für z.B. „Marke + Kategorie“-Anzeigen erstellt werden können.
 

Fazit: Take-Aways

  1. Die Steuerung der Adwords-Account findet nur in Teilbereichen automatisch statt
  2. Account-Strukturen werden zumeist unabhängig von Bid-Management gebildet
  3. Google Shopping und Datenfeeds nehmen in der Relevanz zu
  4. Amazon erzielt bei den deutschen SEAs mehr Aufmerksamkeit als Bing
  5. Die Analyse der Customer Journey ist nachwievor schwierig und weitgehend den großen Playern vorbehalten
  6. Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder dabei!

 

Danke an Olaf, David, Thomas, Marco und Andreas für die Organisation.

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Recap SEACamp Hannover 2017, 5.0 von 5 basierend auf 2 Bewertung(en)