KI-generiert
Shopware Community Day 2026: Selbstbewusst in die agentische Ära

Shopware Community Day 2026: Selbstbewusst in die agentische Ära

Am Mittwoch hat Shopware in Köln zum Shopware Community Day 2026 geladen – und die Botschaft war klar und selbstbewusst: Commerce tritt in die agentische Ära ein, und Shopware will sie aktiv mitgestalten. Wir von Lemundo waren vor Ort und schauen als systemoffene Berater bewusst über den Tellerrand. Genau deshalb lohnt der Blick auf das, was Shopware unter dem Leitmotiv „Open Commerce Infrastructure for the Agentic Era“ gezeigt hat – und darauf, wie sich diese Ankündigungen ins Marktumfeld einfügen.

Das Leitmotiv: KI als Infrastruktur, nicht als Feature

Shopware rahmt KI nicht als nettes Zusatzmodul, sondern als Infrastrukturfrage – ein kluger, langfristig gedachter Ansatz. Drei Säulen tragen die Keynote: Grow your way (offene Infrastruktur ohne Lock-in für komplexe B2C-, B2B- und Multi-Org-Szenarien), Automate the work (das Zusammenspiel aus Nexus, Copilot und Payments) und Elevate the Experience (differenzierte, „human-led“ Storefronts). Der rote Faden: KI verändert, wie Commerce entdeckt, entschieden und ausgeliefert wird.

Shopware spielt auf Augenhöhe mit den Marktbegleitern

Das Erfreuliche aus Beratersicht: Shopware liefert für nahezu jede relevante Marktentwicklung eine eigene, durchdachte Antwort. Viele Ankündigungen haben ein Pendant bei Shopify oder Adobe – Shopware positioniert sich damit klar auf Augenhöhe und setzt dabei eigene Akzente.

Payments: nativ und trotzdem offen

Shopware Payments ist eine native, in den Checkout integrierte Zahlungslösung, die auf der globalen Infrastruktur von PayPal aufsetzt. Wichtig – und in den Talks deutlich betont: Das ist ein zusätzliches, „open by design“ gedachtes Angebot, kein Zwang. Etablierte Payment-Service-Provider wie Mollie, Stripe, Adyen oder PAYONE bleiben über den Marketplace voll nutzbar. So kombiniert Shopware das Beste aus beiden Welten: eine schlüsselfertige native Option mit Reporting und Auszahlungen aus einer Hand – und zugleich die Freiheit, die eigene Payment-Strategie selbst zu bestimmen. Shopify Payments und Adobe Commerce Payment Services (ebenfalls PayPal-gestützt) zeigen, dass native Lösungen zum Marktstandard werden; den offenen Ansatz spielt Shopware dabei besonders überzeugend aus.

KI-Agenten: vom Assistenten zum Akteur

Copilot wird agentic – der Assistent führt jetzt mehrstufige Aufgaben im Store aus (mit Intelligence+) und nimmt Teams spürbar Routinearbeit ab. Shopify ist mit Sidekick zwar schon einen Schritt weiter (das „Winter ’26“-Release macht Sidekick zum handelnden Co-Piloten inklusive proaktiver Empfehlungen und „Agentic Storefronts“ für ChatGPT, Perplexity & Co.), doch Shopware verfolgt mit einem klaren agentischen Fahrplan dieselbe Richtung – und Adobe ebenso mit seinem AI Assistant. Die gesamte Branche bewegt sich vom Antworten zum Ausführen, und Shopware ist mittendrin.

Automatisierung: Orchestrierung statt Middleware

Nexus ist ein echtes Highlight: eine visuelle, event-getriebene Orchestrierungsschicht, die fragile Middleware und Custom-Scripts ersetzt und ERP-, CRM- und Drittsysteme standardisiert anbindet. Das Pendant bei Shopify heißt Flow – ist aber primär für Automatisierung innerhalb von Shopify gedacht und greift erst über Webhooks (Flow Plus) nach außen. Nexus zielt von vornherein auf die gesamte Systemlandschaft und bietet hier sogar spürbar mehr Tiefe.

Experience Studio: hier geht Shopware voran

Mit dem Experience Studio (Research Preview) wagt Shopware den mutigsten Sprung: Commerce als „living interface“, konversationsbasiert und spatial gedacht. Ein direktes 1:1-Pendant gibt es bei den Marktbegleitern nicht – Shopify adressiert mit den Agentic Storefronts eher die Entdeckungsseite. In der Vision einer human-led, gestaltbaren Erlebniswelt übernimmt Shopware hier eine echte Vorreiterrolle. Abgerundet wird das Bild von Shopware PaaS mit bis zu 10× schnelleren Deployments – eine starke Cloud-Antwort auf Augenhöhe mit Shopify (SaaS) und Adobe (Cloud).

Was Händler daraus mitnehmen sollten

Die eigentliche Erkenntnis vom SCD 2026 ist erfreulich plattformübergreifend: Agentic Commerce, native Payments und Low-Code-Automatisierung werden überall zum Standard – die gesamte Branche zieht an. Wer heute eine Plattformentscheidung trifft, darf deshalb entspannt auf die Reife des Gesamtsystems schauen statt auf das einzelne Feature.

  • Plattform-agnostisch denken: Die agentische Welle hebt Adobe/Magento, Shopify und Shopware gleichermaßen – am Ende entscheidet die Strategie.
  • Payments-Strategie gestalten: Native Lösungen senken Komplexität; dank offener Plattformen bleiben Konditionen und Datenhoheit verhandelbar.
  • Integrationen entwirren: Wer noch auf gewachsener Middleware sitzt, findet in Orchestrierungs-Layern wie Nexus oder Flow eine echte Chance.
  • KI-Readiness der Daten: Agenten sind nur so gut wie die Datenqualität dahinter – Produktdaten und Prozesse zuerst aufräumen lohnt sich.
  • Experimentierräume schaffen: Features wie das Experience Studio sind ideal für Pilotprojekte, bevor sie in den Produktiv-Shop wandern.

Fazit

Der Shopware Community Day 2026 hat eindrucksvoll gezeigt: Shopware gestaltet die agentische Commerce-Zukunft aktiv mit – bei Payments, KI und Automatisierung spielt man auf Augenhöhe mit Shopify und Adobe, beim Experience Studio geht man sogar voran. Für Händler ist das eine gute Nachricht: Alle Plattformen werden stärker, und die Differenzierung verschiebt sich von Features hin zu Strategie, Daten und Umsetzung. Genau dort setzen wir als systemoffene Berater an – damit am Ende die Plattform zum Geschäftsmodell passt, ob Magento, Shopify oder Shopware.

Das Leitmotiv war „Open Commerce Infrastructure for the Agentic Era“. Shopware positioniert KI als Infrastruktur statt als Einzelfeature und gliedert die Keynote in drei Säulen: Grow your way, Automate the work und Elevate the Experience.

Nein. Shopware Payments ist eine native, auf PayPal-Infrastruktur basierende Option direkt im Checkout – aber kein Muss. Shopware bleibt „open by design“: Provider wie Mollie, Stripe, Adyen oder PAYONE lassen sich weiterhin über den Marketplace einbinden. Das Prinzip nativer Payments teilt Shopware mit Shopify Payments und Adobe Commerce Payment Services.

Copilot wird mit Intelligence+ agentic und führt mehrstufige Aufgaben im Store aus. Shopify Sidekick ist mit dem Winter-’26-Release etwas weiter und bietet zusätzlich proaktive Empfehlungen sowie Agentic Storefronts für ChatGPT, Perplexity und Copilot. Die Stoßrichtung ist bei beiden identisch – und Shopware holt mit einem klaren Fahrplan auf.

Teilweise. Nexus ist eine visuelle, event-getriebene Orchestrierungsschicht, die Middleware ersetzen und externe Systeme wie ERP und CRM anbinden soll. Shopify Flow automatisiert primär innerhalb von Shopify und erreicht externe Systeme erst über Webhooks (Flow Plus). Nexus ist hier breiter angelegt.

Eine Research Preview, die Commerce als „living interface“ denkt – konversationsbasiert und spatial. Ein direktes Pendant gibt es bei den Marktbegleitern nicht; hier übernimmt Shopware eine Vorreiterrolle.

Das hängt vom Anwendungsfall ab – die Plattformen nähern sich bei den Features ohnehin an. Entscheidend sind Gesamtreife, Datenqualität, Integrationslandschaft und Strategie. Eine systemoffene Beratung hilft, die richtige Plattform für die eigenen Ziele zu wählen.

Veröffentlicht am: 12. Juni 2026Kategorien: Allgemein

Über den Autor / die Autorin: Jens Richter

Mein Name ist Jens und ich bin CTO bei Lemundo. Seit über zehn Jahren bewege ich mich an der Schnittstelle von E-Commerce, Technologie und Business – sowohl aus der Agenturperspektive als auch aus dem Payment-Umfeld. Mich treibt die Frage an, wie sich komplexe Anforderungen durch Automatisierung, Low-Code-Ansätze und KI-basierte Systeme nachhaltig vereinfachen lassen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf AI-Agents, composable Architekturen und Plattformen wie n8n, mit denen sich Prozesse systemübergreifend orchestrieren und kontinuierlich weiterentwickeln lassen. Als CTO übersetze ich fachliche Anforderungen in stabile, skalierbare technische Konzepte – immer mit Blick auf Business Value, Effizienz und Zukunftsfähigkeit. Wichtig sind mir offene Kommunikation, Verantwortung im Team und der Mut, bestehende Muster zu hinterfragen und neu zu denken. Follow me on LinkedIn:

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Marcus Creutzmann B2B & D2C E-Commerce Experte, KI

Marcus Creutzmann

Geschäftsführer

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